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Veranstaltung: 'Praxisseminar:Training Ist Aufmerksamkeit Plus Kommunikation Plus Motivation'

mehrtägige Seminare
Datum: Sonntag, 21 Februar, 2010 Um 18:00
Dauer: 7 Tage
Kontakt Info:
Hotel Wolf, Oberammergau
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Ohne Kommunikation, Motivation und Aufmerksamkeit läuft nichts in der Hund- Mensch-Beziehung. Kommunikation ist die Mitteilung, was getan werden soll,  Motivation ist der Grund, es auch wirklich zu tun. Kommunikation, Motivation und  Aufmerksamkeit sind die Grundpfeiler der Verhaltensanpassung jeden Hundes an die Umwelt, in der er leben muss. Egal, ob ein Hund Bewegungsabläufe für eine Sportart erlernen und ausführen soll, oder ob er unpassende Verhaltensreaktionen auf alltägliche Herausforderungen zeigt: Kommunikation, Motivation und
Aufmerksamkeit sind für ein respektables Ergebnis unerlässlich.
 
Im Rahmen dieses Kurses beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten von Mensch zu Hund:

  • Bedeutung der menschlichen Körpersprache
  • Arbeit mit Markersignalen und Konsequenzen
 

Der bekannteste Marker ist das Geräusch des Clickers. Es gibt viele verschiedene
Möglichkeiten, verschiedene Marker effektiv einzusetzen, um dem Hund die
Konsequenzen seines Handelns zu kommunizieren. Wir werden uns mit diesen drei
Typen beschäftigen, sie in praktischen Übungen aufbauen und anwenden.

  • Positive Markersignale
  • Negatives Markersignal
  • "Warm"signal
 

Kommunikation ist keine Einbahnstraße! Deshalb steht die Beschäftigung mit dem "Kleingedruckten in der Körpersprache des Hundes" auf dem Stundenplan. Die Körpersprache des Hundes ist schön, komplex und enthält Unmengen an kleingedruckter Information. Es ist gerade dieses Kleingedruckte, das die großen Signale abändert, schwächt, verstärkt und betont.

 

 Lange bevor ein Hund für uns deutlich reagiert, hat er im Kleingedruckten gezeigt, ob er meiden oder angreifen, in welche Richtung er sich wenden, in welches Körperteil er beißen und wie stark er reagieren wird. Wir hätten viel Zeit, um in den verschiedensten Situationen rechtzeitig zu reagieren. Wir hätten so viel Zeit, dem Hund Alternativen zu Angst und Aggression zu zeigen, würden wir dem Kleingedruckten die Bedeutung beimessen, die es hat.

 

Das Kleingedruckte, das sind Geschwindigkeit, Amplitude und Geometrie von Bewegungen. Das Kleingedruckte, das sind winzige Veränderungen der Kopf- und Augenbewegungen, der Atmung und der Spannung einzelner Muskelgruppen. Viele Filme und aktive Beobachtungsübungen an den Hunden der Teilnehmer werden dieses Kleingedruckte deutlich machen.
 
Die beste Kommunikation ist nicht ausreichend, um den Hund dazu zu bewegen, das vom Menschen erwünschte Verhalten auch tatsächlich auszuführen. Welche Möglichkeiten der Motivation haben wir, wenn wir den Hund nicht einschüchtern und verängstigen wollen? Die individuellen Empfindlichkeiten, Bedürfnisse und Stärken eines Hundes können Grundlage eines Belohnungssystems sein, das weit über Leckerchen hinausgeht.  Für jeden teilnehmenden Hund des Kurses wird in praktischer Arbeit ein Belohnungssystem erarbeitet und an aktuellen Problemen angewendet und verfeinert.
 
Aufmerksamkeit führt dazu, dass der Hund seine Wahrnehmung zum Teil von der Umwelt abwendet und auf seinen Menschen richtet. Er kann dies von sich aus tun, er kann aber auch lernen, dies auf ein Signal hin zu bewältigen. Dieses Signal  nennen wir das Umorientierungssignal. Es soll die Aufmerksamkeit des Hundes  von jeder beliebigen Ablenkung weg wieder auf den Menschen richten. Ohne  diesen Prozess des Aufmerksamkeitswechsels kann es keine Interaktion, keine Kooperation zwischen Mensch und Hund geben. Ein Aufmerksamkeitswechsel ist die Voraussetzung für die Reaktion auf weitere Signale des Menschen wie Sitzen, Liegen, und Herankommen.

 

Entsprechend dieser Schlüsselrolle benötigt das Training des Umorientierungssignal ein Premiumtraining! Menschen fühlen sich manchmal so wichtig, dass sie die Notwendigkeit eines sorgfältig aufgebauten Trainings zur Umorientierung nicht verstehen - der Hund soll doch "nur" auf sie achten.

 

Vergessen wird dabei: Ein Hund ist ein Hund, der in seiner Hundewelt lebt. Jeder Wechsel von der Hunde- in die Menschenwelt wird vom Gehirn auf seine Notwendigkeit hin überprüft. Motto: Nicht gegen unseren Hund arbeiten wir! Sondern die Umwelt mit  ihren unübersehbaren Reizen ist unser Gegner.




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