Beobachten und Interpretieren der Körpersprache des Hundes ist die
Schlüsselqualifikation für jeden, der seinen Hund verstehen möchte.
Verständnis ist hierbei nicht netter Selbstzweck, sondern Grundlage für
eine erfolgreiche Erziehung und Führung jeden Hundes.
Die Körpersprache des Hundes ist schön, komplex und enthält Unmengen an
kleingedruckter Information. Es ist gerade dieses Kleingedruckte, das
die großen Signale abändert, schwächt, verstärkt und betont. Lange
bevor ein Hund für uns deutlich reagiert, hat er im Kleingedruckten
gezeigt, ob er meiden oder angreifen, in welche Richtung er sich
wenden, in welches Körperteil er beißen und wie stark er reagieren wird.
Wir hätten viel Zeit, um in den verschiedensten Situationen rechtzeitig
zu reagieren. Wir hätten so viel Zeit, dem Hund Alternativen zu Angst
und Aggression zu zeigen, würden wir dem Kleingedruckten die Bedeutung
beimessen, die es hat.
Das Kleingedruckte, das sind Geschwindigkeit, Amplitude und Geometrie
von Bewegungen. Das Kleingedruckte, das sind winzige Veränderungen der
Kopf- und Augenbewegungen, der Atmung und der Spannung einzelner
Muskelgruppen.
Im Rahmen dieses Workshops werden anhand der teilnehmenden Hunde,
Videoauswertungen, Filme und Fotos die Details der Körpersprache von
Hunden gezeigt. Beobachtungsübungen der Teilnehmer sollen die Fähigkeit
vertiefen, Körpersprache als Ganzes zu betrachten und nur in ihrem
Zusammenhang mit der Umwelt zu interpretieren. Die Teilnehmer haben
ausreichend Gelegenheit, Verhaltensbiologie an ihrer Basis zu betreiben.
Diese Beobachtungen werden es den Teilnehmer erleichtern, hohe
Erregung, ein Alltagsphänomen, mit dem viele Hundebesitzer täglich
konfrontiert werden, frühzeitig bereits im Aufbau zu erkennen und ihr
entgegenzuwirken.
Hier kann Entspannung eine wirksame Hilfe sein. Sie ist erlernbar und
auslösbar. Entspannung kann mit Hilfe verschiedener Techniken aufgebaut
und erhalten werden. Kann der Hund auf Signal eine entspannte
Körperhaltung einnehmen, so wird er sich als Folge davon auch
entspannter verhalten.
Entspannungstechniken sind aus der Behandlung von Ängsten beim Menschen
nicht mehr wegzudenken, in der Behandlung von Hunden fristen sie immer
noch ein Schattendasein.
Dabei ist Entspannung ein Baustein, der den Trainingserfolg
beschleunigen kann! Je weniger erregt ein Hund ist, desto schwächer
wird seine Verhaltensreaktion ausfallen. Entspannungstechniken können
mit jeder anderen Behandlungs-Maßnahme kombiniert werden und sind immer
eine sinnvolle Ergänzung.
Ein erwünschter Nebeneffekt ist, dass das Entspannungstraining auch der
Bezugsperson des Hundes zu einem gelasseneren Umgang mit
problematischen Situationen verhilft.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns intensiv in Theorie und Praxis mit
spontaner und ausgelöster Entspannung, mit direkter und konditionierter Entspannung:
- Klassische Konditionierung
- Berühren und Massieren
- Die Welt der Gerüche
- Verhaltensunterbrechung durch Entspannung
Wo: Umgebung 37640 Golmbach. Der genaue Ort der Veranstaltung wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Wann: 17.-19.09.2010
Teilnahme mit Hund: 180,00 €
Teilnahme ohne Hund: 85,00 €
Teilnehmen können Maximal:
Mensch-Hund-Treams: 8
TeilnehmerInnen ohne Hund: 12
Anmeldungen bitte an: tina.schoppe@arcor.de